Gute Ideen für’s Homeschooling: So macht digitaler Unterricht Spaß!

Homeschooling oder Distanzlernen?

Digitales Konzept oder digitales Durcheinander?

Seit Corona uns in den Lockdown geschickt hat, gibt es plötzlich ein paar ganz neue Themen zu besprechen. Dazu gehört die Frage, wie man sich ohne Körperkontakt herzlich begrüßt. Und die Diskussion darüber, was man eigentlich tun muss, um ‚systemrelevant‘ zu sein.

Und dazu gehört die große Frage, wie Schule in Zeiten von Corona aussehen kann und sollte.

Alles digital? Corona bringt neue Herausforderungen für Lehrkräfte und Kinder

Denn wo Anfang 2020 noch die Kreiden über die Tafeln quietschten und die Overheadprojektoren flackerten, sollen jetzt digitale Lernszenarien entworfen werden – und zwar schnell, flächendeckend und absolut sicher. Schließlich sollen die Kinder auch während Corona was lernen.

Was dabei leider oft fehlt, ist die passende Ausstattung der Schulen, das einheitliche Konzept, das alle mitnimmt und die Ausbildung der Lehrkräfte.

Haben alle Kinder die passenden Geräte für den digitalen Unterricht? Gibt es in der Schule überhaupt WLAN? Welches Videokonferenz-Tool schützt vor Datenklau? Und über welche Wege dürfen Schulmaterialien überhaupt verteilt werden?

Tausendundeine Frage taucht da auf – während die Kinder im Lockdown sitzen und ungeduldig auf ihren digitalen Unterricht warten.

Aber keine Panik: Wenn das große Konzept fehlt, basteln wir uns eben ein hübsches Mosaik aus vielen einzelnen, guten Ideen und Materialien zusammen. Denn da gibt es jede Menge: Plattformen, Apps und Homepages, Projekt-Ideen und Unterrichtsvorschläge von kreativen Lehrkräften, Material-Sammlungen … die Pädagoginnen und Pädagogen im Land waren längst fleißig und haben jede Menge gute Ideen entworfen, um Schule ‚nach Hause‘ zu bringen. Vorhang auf – hier kommen Links und Ideen für den besten Lockdown-Digital-Unterricht aller Zeiten:

Digitaler Unterricht ist gar nicht so schwer - mit den richtigen Tools und Materialien.
Bild von Firmbee auf Pixabay

Padlets, Apps und Anleitungen – gute Ideen für den digitalen Unterricht

Tools

Videokonferenzen, Arbeitsblätter, Vorträge, Organisation … digitale Schule bedeutet nicht nur, dass irgendwo ein Computer zwischengeschaltet ist. Von der Unterrichtsplanung bis zur Benotung müssen geeignete Tools und Angebote gefunden werden, die die Kommunikation in der Klasse ermöglichen, Austausch schaffen, die Organisation des Schulalltags erleichtern. Gar nicht so einfach, da auf die Schnelle die guten Adressen zu finden. Aber es gibt gute Tools, die das (Lehrer-)Leben auf einen Schlag viel einfacher machen können!

Padlet

Die Woche planen, Unterrichtmaterialien sortieren, Hausaufgaben notieren – man bräuchte eine digitale Pinnwand, an die Lehrer*innen und Schüler*innen ihre Infos ‚pinnen‘ können, um den Überblick zu behalten.

Pling: Hier kommt das Padlet. Auf der digitalen Leinwand ist quasi alles möglich: Wochenpläne erstellen und teilen, Materialien verlinken, Projekte planen, Inhalte diskutieren … Ein Padlet lässt sich in wenigen Schritten erstellen und ganz auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Es kann eine Leinwand oder ein Stream sein, eine Landkarte oder eine Zeitleiste. Es lässt sich als statische Materialsammlung nutzen oder interaktiv in den Unterricht einbinden, um zu diskutieren oder Feedback zu geben. Wer bisher in der Unterrichtsplanung im Zettelchaos versinkt – hier kommt die Rettung!

Einen guten Einblick in die Funktionen und Praxisbeispiele gibt es hier.

MindMaps

Gemeinsam Wissen sammeln, ein Tafelbild gestalten, ein Thema zusammen erarbeiten – und das von 25 verschiedenen Endgeräten aus? Da hilft eine digitale MindMap! Das Portal MindMup. bietet beispielsweise kostenlose, kollaborative MindMaps online an: Hier können Stundenverläufe skizziert, Arbeitsmaterialien gesammelt, Themen gemeinsam besprochen werden – und wenn die MindMap über GoogleDrive geteilt wird, kann die ganze Klasse gemeinsam an einer großen, kreativen Map arbeiten. Das fühlt sich fast an wie im Unterrichtsgespräch – nur zum Lesen.

QR Codes

Ellenlange Links, die nie richtig ankommen, umständliche Verweise auf die verschiedenen Aufgaben und Materialien und Kinder, die sich mitten im Homeschooling irgendwo im WWW verlaufen … die Arbeit im digitalen Raum hat durchaus ihre Tücken. Aber es gibt Abhilfe: Mit QR-Codes. Beispielsweise hier lassen sich ganz einfach eigene QR-Codes erstellen und die können ziemlich hilfreich sein im digitalen Unterrichtsalltag: QR-Codes auf dem Wochenplan helfen den Schüler*innen, ohne Umwege zu den richtigen Aufgaben zu finden. Auf Arbeitsblättern lassen sich Videos, Homepages oder Hintergrundinformationen einbauen. Und über die kleinen Codes lässt sich auch ganz leicht vom Einführungstext zu den Übungsblättern (etwa als PDF) weiterleiten. Das spart umständliche Erklärungen, komplizierte Verweise – und schafft Überblick im Material.

Kahoot / Plickers

Soll es mal etwas interaktiver werden? Kein Problem! Für ein gemeinsames Quiz, eine Leistungsstandsabfrage oder sogar einen Test in Quiz-Form braucht es weder Präsenz noch Stift und Papier: Interaktive Online-Tools wie Kahoot oder Plickers machen es möglich. Hier können Quizze, Multiple-Choice-Abfragen oder Tests zu allen Themen erstellt werden und von der Klasse entweder gemeinsam oder einzeln beantwortet werden. Das macht Spaß – und schlau.

Mit Quiz-Apps; MindMaps oder QR-Codes ist digitaler Unterricht abwechslungsreich und informativ.
Bild von Stefan Meller auf Pixabay

Materialien

Werkzeuge schön und gut, aber was fängt man nun damit an? Zum Glück muss nicht jede Lehrerin und jeder Lehrer im Distanzunterricht das Rad neu erfinden. Mittlerweile gibt es jede Menge gute Anleitungen, Stundenentwürfe und Ideen im Netz, die irgendwo schon einmal von kreativen Köpfen entworfen und ausprobiert wurden. Man muss nur wissen, wo:

Digitale Werkzeugkiste

Diese „Werkzeugkiste“ ist eigentlich keine Werkzeugkiste, sondern eine schier unendliche Fundgrube: Der Theologe und Lehrer Arthur Thömmes sammelt auf seinem Padlet gute Links und Materialien, die ihm so unter die Finger kommen und teilt sie mit anderen Lehrer*innen. Da gibt es Artikel und Fachtexte, Apps und nützliche Programme, Unterrichtsideen und Projektanleitungen. Mittlerweile ist die Werkezugkiste auf 3 Padlet-Seiten angewachsen und hat ganz sicher für alle Lehrerinnen und Lehrer was zu bieten!

Unterrichtsmaterial bei Lehrer-Online

Lehrer-Online hat sich schon lange dem Thema Digitalität und Schule verschrieben – und greift Lehrer*innen auch jetzt unter die Arme. Zu verschiedenen Themen aus unterschiedlichen Fächern gibt es hier Stundenentwürfe, Materialien und Tipps, um Unterricht digital umzusetzen.

Multimediale Materialien zur Unterrichtsgestaltung

Filme, Apps, interaktive Hörspiele – mit guten Medien lässt sich der Unterricht gleich doppelt so interessant gestalten. Der WDR sammelt auf der Seite „Schule digital“ Empfehlungen für gute Medien und interaktive Angebote überall im WWW.

Ab in die sozialen Netzwerke: zum persönlichen und fachlichen Austausch über Unterrichten in Präsenz oder digital
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Links

Soll’s noch etwas mehr sein? Na klar – der Fundus im Netz ist schier unendlich.

Einen riesigen Fundus an Materialien, Arbeitsblättern, Unterrichtsideen – sowohl für den Präsenzunterricht als auch digital – sammeln etwa die Blogs „Frau Locke – Grundschultante“ und „Materialwiese“. Nicole Trapp und Kerstin Breuer, die beide selbst Lehrerinnen sind, betreiben die Blog und stellen dort (fast) alle ihre Materialien zur Verfügung – und dazu noch jede Menge gute Tipps und Ideen.

Auch in den sozialen Medien tauschen sich viele Lehrer*innen mittlerweile aus, über ihre Erfahrungen, ihren Unterrichtsalltag und über gute Materialien und Ideen. Auf Instagram gibt es etwa den Hashtag #digitaleschulechallenge: Dort sammeln Lehrkräfte all ihre guten Ideen und Erfahrungen rund ums digitale Unterrichten.

Und auch auf Twitter ist einiges los im digitalen Lehrerzimmer: Unter #twitterlehrerzimmer. Hier treffen sich zahlreiche Lehrer*innen, um zu diskutieren, zu planen und Erfahrungen weiterzugeben.

Es gibt also keinen Grund, alleine hinter dem PC zu verzagen. Stattdessen lieber: Rein ins Abenteuer digitale Schule, gemeinsam, mit vielen guten Ideen und Tools!

Übrigens: Ein paar gute Ideen für politische Bildung im Homeschooling gibt es hier im VerstehMal-Blog!

1 Kommentar zu „Gute Ideen für’s Homeschooling: So macht digitaler Unterricht Spaß!“

  1. Pingback: Politische Bildung – geht (auch) digital! » Lernhefte von VerstehMal

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