Weg mit dem Dreck!

Wie Kinder spielerisch ein Bewusstsein für Umwelt und saubere Städte entwickeln

Boah Mama, schau mal, wie ekelhaft, der hat seinen Kaffeebecher da einfach hingeschmissen. Das darf man doch gar nicht!“

Kinder haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ein feines Radar für die Ungerechtigkeiten des Alltags. Und sie haben wenig Scheu, ihre Beobachtungen und ihre Entrüstung lautstark kund zu tun. Auch, wenn das hin und wieder für irritierte Blicke sorgt. Und das ist super so! Denn genau deshalb sind Kinder bisweilen die leidenschaftlichsten Kämpfer für das Gute.

Doch diese Begeisterungsfähigkeit allein stößt schnell an ihre Grenzen, wenn das Wissen dazu fehlt.

  • Wo müsste der Kaffeebecher denn eigentlich hin?
  • Plastik hat im Park nichts zu suchen – aber was ist mit der Bananenschale? Ist die nicht bio?
  • Wer kümmert sich um den überlaufenden Mülleimer am Spielplatz?
  • Und warum dürfen manche Wände in der Stadt angesprüht werden und andere nicht?

Um sich ihrer Sache sicher zu sein, brauchen Kinder Wissen. Erst mit den nötigen Informationen sehen sie nicht nur Probleme, sondern auch Lösungen. Sie brauchen gute, verständliche Informationen. Zum Beispiel darüber, was Umweltschutz eigentlich bedeutet, warum man Städte sauber halten sollte – und wo die Grenze zwischen gutem und schlechtem Verhalten verläuft. Und sie müssen wissen, wer auf ‚ihrer Seite‘ steht. Sie brauchen Ansprechpartner für ihre Fragen und Ideen.

Umweltschutz? Klare Sache

Schönes aus Müll: Upcycling-Projekte machen Kindern Spaß und schaffen gleichzeitig ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit.
© Citypraiser auf pixabay

Dass die Natur irgendwie wertvoll und schützenswert ist, ist Kindern früh klar. Sie ärgern sich über Müll im Park und leere Flaschen auf dem Spielplatz. Und sie reagieren sehr sensibel darauf, wenn sie Tiere leiden sehen. Erst nach und nach lernen sie auch die Zusammenhänge kennen. Sie verstehen, wie das Ökosystem funktioniert, durchblicken die Zusammenhänge in der Natur und sehen auch den menschlichen Einfluss. So entsteht nach und nach ein differenziertes Bild – und daraus auch eine fundierte, eigene Meinung. Doch das können Kinder nicht alleine leisten. Für eine gelingende, frühe Umweltbildung braucht es anschauliche Erklärungen, verständliche Informationen und gut gestaltete Materialien. Diese helfen, sich ein Thema zu erarbeiten und eine eigene Position dazu zu finden. „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ nennt die UNESCO das – und meint damit, dass „Menschen weltweit, gegenwärtig und in Zukunft, würdig leben und ihre Bedürfnisse und Talente unter Berücksichtigung planetarer Grenzen entfalten können„, wenn sie das nötige Wissen dazu haben. Dafür gibt es sogar ein UESCO-Weltaktionsprogramm, in dem Ziele gesteckt, Pläne erarbeitet und auch hilfreiche Materialien gesammelt werden. (Quelle)

Meine Stadt? Halt ich sauber!

Doch Umweltbildung beginnt nicht mit dem Ökosystem – sie beginnt gleich vor der Haustüre.

In welche Tonne kommt mein Müll – und was passiert dann mit den Tonnen? Wo bringe ich leere Flaschen hin? Wer sorgt dafür, dass Straßen und Gebäude in der Stadt schön sauber bleiben – und wie kann ich selbst mithelfen?

Diese Fragen tauchen im Alltag aller Kinder früher oder später auf. Wie gut und kindgerecht sie beantwortet werden, prägt die Einstellungen und auch das Verhalten der Kinder auf lange Sicht. Das fängt in der Familie an. Bereits hier wird die Grundlage dafür gelegt, ob Kinder ein Bewusstsein für etwa Nachhaltigkeit und Müllvermeidung lernen. Wird zu Hause der Müll ganz selbstverständlich getrennt? Baumelt beim Gassi-Gehen ein rotes Tütchen an der Leine? Wie reagieren die Eltern, wenn man mitten auf der Straße den Kaugummi nicht mehr im Mund haben möchte? Aus diesem (Vorbild-)Verhalten lernen Kinder und prägen ihre eigenen Ansichten. Aber auch in Schulen und Bildungseinrichtungen können Kinder lernen, mit welchem Verhalten sie ihre eigene Stadt sauber und lebenswert halten. Durch Geschichten und Informationen, durch eigene, praktische Versuche – und vielleicht auch durch einen Ausflug zu denen, die es am besten wissen. Zu Müllabfuhr und Stadtreinigung etwa. Sehr viele Städte bieten Besuche, Führungen und Tage der offenen Türe für Kinder an. Nicht nur Hamburg, Berlin oder München, sondern auch zahlreiche größere und kleinere Städte in ganz Deutschland freuen sich immer über interessierte Besucherinnen und Besucher.

Entdecken, verstehen, umsetzen – mit gut gestalteten Lernheften können Kinder nachhaltig und motiviert lernen

Titelseite vom Lernheft VerstehMal: Saubere Stadt

Dieses Wissen und diese Erfahrungen sollen aber keine einmaligen Highlights bleiben. Sie sollen das Denken und Tun der Kinder (und damit vielleicht auch ihrer Familien, Freunde, Nachbarn …) nachhaltig verändern. Dazu brauchen Kinder Materialien, mit denen sie (nach dem Besuch) selbst weiterlernen können. Wie zum Beispiel das VerstehMal-Heft „Die saubere Stadt“. Das Lernheft ist auf 24 bunten Seiten vollgepackt mit Informationen, Hintergrundwissen und praktischen Ideen rund um Umweltschutz und saubere Städte. Die Protagonisten Leo, Tarek und Alessia nehmen die Kinder mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch ihre Stadt. Mit ihnen gemeinsam erfahren sie allerhand Nützliches, Interessantes und auch Kurioses zum Thema. Und vor allem haben sie jede Menge Ideen, wie ihre Leserinnen und Leser selbst aktiv werden können. Eine Aufräum-Aktion im Park, ein Garagenflohmarkt oder ein cooles Upcycling-Projekt helfen den Kindern, ihr Wissen rund um Umwelt und Nachhaltigkeit direkt umzusetzen. Denn bekanntlich bleibt nur angewandtes Wissen auch lange im Hirn verankert.

So werden aus kleinen, leidenschaftlichen Kämpfern für die gute Sache bald große, gut informierte Umweltschützer und Städte-Sauberhalter, die wirklich einen Unterschied machen.

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